Abiturienten wollen nach wie vor lieber Lehrer als Ingenieur werden

(rb) Hannover. Viel wird darüber geredet und einiges dafür getan, die technischen und naturwissenschaftlichen
Studienfächer für den dringend benötigten Nachwuchs attraktiver zu gestalten. Die Appelle und Werbemaßnahmen haben allerdings bisher nicht recht gezündet, wie eine aktuelle Untersuchung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) zeigt.

Die hannoverschen Statistiker haben im vergangenen Jahr rund 12 000 Schüler zu ihren Plänen ein halbes Jahr vor dem Abitur befragt. Trotz guter Jobperspektiven wollen nur vier Prozent der Schulabgänger Mathematik, Informatik oder Natur- und Ingenieurwissenschaften studieren. Für Physik und Elektrotechnik können sich lediglich zwei Prozent erwärmen. Dagegen planen neun Prozent ein Lehramtsstudium; acht Prozent wollen sich in Wirtschaftswissenschaften einschreiben. Maschinenbau und Medizin belegen mit jeweils sechs Prozent den dritten Platz unter den angestrebten Studienfächern. Als besonders dramatisch bewertet das HIS die Erkenntnis, dass nach wie vor nur eine von hundert Abiturientinnen Maschinenbau studieren will. Bei den männlichen Schulabgängern mit Hochschulreife sind es immerhin elf Prozent. Auch andere techniknahe Fächer werden deutlich stärker von Männern als Frauen bevorzugt. Die HIS-Studie „Studienberechtigte 2006 ein halbes Jahr vor Schulabgang“ steht im Internet unter www.his.de/pdf/pub_fh/fh-200702.pdf zur Verfügung.
 
Quelle: rundblick, Jahrgang 2007/Nr. 097