- Von Holger Appel

09. Januar 2010 Am Finanzplatz Frankfurt gibt es mehrere internationale Schulen. Mindestens eine davon veranstaltet alle zwei Jahre einen Tag der Berufsorientierung. Kommende Woche ist es wieder so weit. Schüler der Klassen vor dem Abitur treffen auf Menschen aus verschiedensten Berufen, die aus ihrem Alltag berichten. 105 Schüler haben sich heuer angemeldet, und auch wenn das kein repräsentativer Querschnitt durch die Interessen der 16 bis 18 Jahre alten, über Grenzen hinweg denkenden Jugendlichen ist, so werfen die Präferenzen der Schüler doch ein Licht auf Ansehen und Anziehungskraft einzelner Berufe und Unternehmen.

Am stärksten gefragt ist

der Bereich Design/Architektur. Auch Rechtsanwalt steht oben auf der Wunschliste, ebenso wie Arzt/Gesundheit/Tiermedizin. Sehr ordentlich schlagen sich Ingenieure, aber vor allem Journalisten, was schon ein wenig verwundern mag. Richtig zum Nachdenken anregen sollte aber – gerade in Frankfurt – das Interesse an Bank/Investmentbanking. Hier ist der größte Einbruch zu verzeichnen. Nur vier Schüler haben sich angemeldet, zwei Drittel weniger als auf der letzten Veranstaltung. Damit sind die Banker auf dem Niveau des Militärs angekommen. FAZ 09.01.10