Hannover, 20. Januar 2013 - Die Basis für eine gut funktionierende Wirtschaft bilden hervorragend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands und die mit weit unter zehn Prozent sehr geringe Jugendarbeitslosigkeit sind offensichtlich auf die Qualität der beruflichen Bildung und damit auch in großen Teilen auf das berufsbildende Schulwesen zurückzuführen. Die duale Berufsausbildung ist nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil gut ausgebildete Lehrkräfte in den berufsbildenden Schulen mit großem Engagement tätig sind. In diese Stärke muss investiert werden.

In den letzten Jahren mussten von den Kolleginnen und Kollegen an den berufsbildenden Schulen in Niedersachsen, trotz einer stark zunehmenden Arbeitsverdichtung gegenüber der Privatwirtschaft, ein Einkommensrückstand von gut sechs Prozent, die Abschaffung der jährlichen Sonderzuwendung und weitere spürbare Reallohnverluste getragen werden.

Gleichzeitig steht der öffentliche Dienst aber immer stärker im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft, wenn es darum geht, die Besten eines Jahrgangs für sich zu gewinnen. Das Land Niedersachsen muss dafür Sorge tragen, dass eine Tätigkeit an den berufsbildenden Schulen für die Beschäftigten attraktiv bleibt. Die dazu notwendigen Investitionen, insbesondere auch in die Entwicklung der Besoldung, sind jetzt vorzunehmen. Geschieht dies nicht, ist die hohe Qualität der beruflichen Bildung in Niedersachsen nicht mehr zu gewährleisten, da die besten Köpfe des Landes in die Privatwirtschaft abwandern. Der VLWN fordert daher:

-· die lineare Erhöhung aller Einkommen von 6,5 %; mindestens jedoch von monatlich 200 Euro

-· eine Verdopplung der Bezüge für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

-· die Wiedereinführung der jährlichen Sonderzuwendung (Urlaubs- und Weihnachtsgeld)