Die Personalratswahlen im April 2016 wurden erstmals unter neuen Bedingungen an den niedersächsischen Schulen durchgeführt. Nach dem neuen Niedersächsischen Personalvertretungsgesetz gibt keine Unterscheidung mehr in Fachgruppen – Schulformen - sondern von nun an nur in noch Statusgruppen. Unabhängig von der Schulform, jedoch statusabhängig – ob Beamter oder Angestellter (m/w) - wählen alle Wahlberechtigten, die an einer Schule beschäftigt sind, ihre Personalräte in den Stufenvertretungen. Der Ausgang der Wahl war in diesem Jahr besonders  spannend, da erstmals auch Angestellte mit geringem Beschäftigungsumfang an den Personalratswahlen teilnehmen konnten. Die Berufsschullehrerverbände VLWN und BLVN schlossen sich in einer gemeinsamen Liste mit anderen Verbänden aus dem nbb, dem VBE und dem VNL, zusammen.
Insgesamt haben die Berufsschullehrerverbände in Niedersachsen bei den Wahlen der Lehrerpersonalräte hervorragende Ergebnisse erzielt. In den Stufenvertretungen haben der VLWN und der BLVN gemeinsam ihre Sitze von 6 auf 9 erhöht und können damit in den nächsten Jahren die Interessen von Lehrkräften an den niedersächsischen berufsbildenden Schulen im Schulhauptpersonalrat und den Schulbezirkspersonalräten nachhaltig vertreten. Das ist eine solide Grundlage, wenn es um die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte geht und dabei besonders um die Arbeitszeitregelung, Besoldung, Ausbildung von Lehrkräften an den Universitäten und den Studienseminaren, hohe Arbeitsbelastung und Beförderungs- und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.
"Wir freuen uns sehr über das gute Resultat bei den Personalratswahlen", unterstrich der Landesvorsitzende des VLWN, Jürgen Brehmeier. "Dies ist eine Bestätigung unserer Arbeit und

die sich nicht nur auf Rechtsberatung und Vertretung in dienstlichen Angelegenheiten beschränkt". Der VLWN vertritt seine Mitglieder auch in Bezug auf bildungspolitische Themen. Dabei verweist er immer wieder auf die mangelnde Unterrichtsversorgung in den berufsbildenden Schulen. Darüber hinaus setzt sich der VLWN für die betriebs- und wohnortnahe Beschulung von jungen Menschen ein, fordert effektive und weitreichende Berufs- und Studienorientierung und stellt aktuell auch Anliegen von Inklusion und Beschulung von Flüchtlingen in seinen Fokus. Diese wichtige Arbeit sowie ein eigens auf die Bedarfe von Lehrkräfte an den berufsbildenden Schulen abgestimmtes Fortbildungsangebot und die intensive Betreuung von Studierenden und der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ist bei den Wahlberechtigten angekommen und drückt sich im Wahlergebnis aus.
Hannover, 28. April 2016
V.i.S.d.P.
Katja Mönnig, Pressereferentin des VLWN
Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen
Landesverband Niedersachsen (VLWN)
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