Und Gesundheitsschutz: Wichtige Maßnahmen für sichere Arbeitsplätze.

Zur Startseite

Arbeits- und Gesundheitsschutz braucht höheren Stellenwert

„Arbeits- und Gesundheitsschutz wird leider immer noch zu oft als reiner Kostenfaktor oder gar lästige Pflicht gesehen. Hier braucht es einen echten Mentalitätswandel, denn Vorkehrungen gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sind nicht nur für die einzelnen Beschäftigten von enormer Bedeutung, sondern beispielsweise ebenso volkswirtschaftlich relevant. Auch der Staat muss dem Thema endlich wieder einen höheren Stellenwert geben. Arbeitsschutzbehörden und die gesetzlichen Unfallversicherungsträger müssen personell und finanziell so ausgestattet werden, dass sie ihren vielseitigen Kontroll-, Informations- und Beratungsaufgaben gerecht werden können“, mahnte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 28. April 2022.

Darüber hinaus müsse der Arbeits- und Gesundheitsschutz an die weitreichenden Veränderungen im Berufsalltag vieler Menschen angepasst werden. „Viele denken bei der Arbeitssicherheit zuerst an Schutzausrüstung und Warnhinweise auf Baustellen oder in der Industrie. Aber beispielsweise bringen auch Mobiles Arbeiten oder Homeoffice in einem Bürojob neben vielen Chancen auch einige Risiken mit sich. So kann etwa die Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben ein Faktor bei der Entstehung von psychischen Erkrankungen sein – ein immer größeres Problem, das ebenfalls endlich ernstgenommen werden muss.“   

Hintergrund
Der „World Day for Safety and Health at Work“ wurde von der Internationale Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, ins Leben gerufen. Er wird jährlich am 28. April begangen, um die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten weltweit zu fördern.

Datum: 28. April 2022

Diesen Beitrag teilen

E-Mail
Drucken
Facebook
Twitter

Letzte Beiträge

Geyer: Der Staat lebt von Vertrauen

 „Vertrauen ist das Kapital, von dem der Staat lebt“, sagte Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb, auf dem Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft (BTB) am 12. Juni 2026 in Erfurt. „Deshalb ist es fatal, wenn 73 Prozent der Bevölkerung den Staat für überfordert halten. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren und müssen mit aller Kraft gegensteuern,

Weiterlesen »

Ein starker Rechtsstaat braucht eine starke Justiz

„Die hohe Qualität der Justiz lässt sich nur erhalten, indem der Rechtsstaat durch einen Dreiklang aus mehr Personal, einer besseren technischen Ausstattung und einem effizienten Verfahrensrecht nachhaltig gestärkt wird. Ein starker Rechtsstaat braucht eine starke Justiz“, betonte Heini Schmitt, stellv. dbb-Bundesvorsitzender und Fachvorstand Beamtenpolitik des dbb, auf dem Deutschen Amtsanwaltstag am 12. Juni 2026 in Hannover.  Dazu

Weiterlesen »

Hände weg vom 8 Stunden Tag!

Es soll keine tägliche, sondern nur noch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit gelten. Die Bundesregierung plant eine grundlegende Änderung des Arbeitszeitgesetzes. Das klingt nach mehr Flexibilität. In Wirklichkeit droht eine massive Verschiebung zulasten der Beschäftigten. Andreas Hemsing, dbb-Vize und Fachvorstand Tarifpolitik vertritt eine klare Position: „In der Politik und auch der Wirtschaft wird immer wieder behauptet, in Deutschland wird

Weiterlesen »

Loading...