Frauen bei einer Demonstration für Arbeitnehmerrechte in Berlin, viele mit pinken Fahnen und Schilde.

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Mehr Gehalt und mehr: VLWN demonstriert mit

„Fünf vor zwölf“ – auch der VLWN fordert Respekt und faire Bezahlung für den öffentlichen Dienst!

8 Prozent mehr Gehalt, aber mindestens 350 Euro mehr pro Monat für die Beschäftigen im öffentlichen Dienst und drei zusätzliche freie Tage. Das ist die Forderung, mit der die Gewerkschaft dbb in den Verhandlungsmarathon mit den Arbeitgebern eingestiegen ist. Mehr als 1.000 Vertreterinnen und Vertreter der unter dem dbb-Dach gebündelten Verbände und Gewerkschaften haben sich Anfang März auf dem Kröpcke in Hannover zu einer zentralen Kundgebung versammelt, um ein unüberhörbares Signal an die Arbeitgeber zu senden: So geht es nicht weiter! Auch der VLWN (Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen in Niedersachsen) war vor Ort, um sich für bessere Arbeitsbedingungen stark zu machen.

Verhandlungen ohne Angebot – Geduld der Beschäftigten ist am Ende
Zwei Verhandlungsrunden im Februar – und noch immer kein Angebot von den Arbeitgebern. Wieder einmal wird die angespannte Haushaltslage als Ausrede vorgeschoben. Doch für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, insbesondere für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen, ist diese Argumentation nicht länger hinnehmbar.

„Wir hören jedes Jahr das gleiche: Kein Geld, kein Spielraum. Aber wie soll der öffentliche Dienst mit ständig steigenden Anforderungen und immer weniger Personal funktionieren?“, kritisierte dbb-Verhandlungsführer Volker Geyer.

Gerade an berufsbildenden Schulen zeigt sich die dramatische Entwicklung besonders deutlich: Ein zunehmender Lehrkräftemangel, steigende Belastung durch zusätzliche Aufgaben und unattraktive Arbeitsbedingungen. Dabei ist längst klar: Ohne eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen wird sich diese Situation weiter verschärfen.

Erfahrungen aus der Praxis:
Belastung nimmt spürbar zu
Während der Kundgebung berichteten Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen von ihren Herausforderungen:

• Eine Lehrkraft an einer berufsbildenden Schule schilderte, wie immer mehr Verwaltungsaufgaben zulasten der Unterrichtsqualität gehen.
• Ein Angehöriger der Bundeswehr wies darauf hin, dass jahrzehntelange Einsparungen nun zu gravierenden Problemen führen.
• Eine Pflegekraft machte deutlich, dass sie ihren Beruf liebt – doch die steigende Belastung und schlechte Rahmenbedingungen sie zunehmend zermürben.

Mehr als nur eine Gehaltserhöhung –
es geht um Wertschätzung!
Die Forderung ist klar: Eine faire Bezahlung und endlich die Anerkennung für die Arbeit, die täglich geleistet wird. „Wertschätzung muss sich auch im Geldbeutel zeigen!“, betonte dbb-Landesvorsitzender Alexander Zimbehl.

Die Demonstration startete nicht umsonst symbolträchtig um „fünf vor zwölf“ – denn es ist höchste Zeit zu handeln!

Wie geht es weiter?
Ob die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde Mitte März endlich auf die berechtigten Forderungen eingehen, bleibt abzuwarten. Doch eins ist sicher:

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – und der VLWN – werden nicht locker lassen!
Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – insbesondere an die VLWN-Mitglieder, die aus ganz Niedersachsen angereist sind. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für einen zukunftsfähigen öffentlichen Dienst mit fairen Arbeitsbedingungen! Stefan Schlutter

Datum: 11. März 2025
Autor: @buero

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