Streikende Verkehrsarbeiter in Niedersachsen während des Streiks.

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Straßenverkehrsdienste streiken in Niedersachsen

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften nach 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr Einkommen, abgelehnt. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen machten ihrer Enttäuschung vor dem Butterbergtunnel in Osterode Luft. 

Alexander Zimbehl, 1. Landesvorsitzender des dbb niedersachsen, wies auf steigende Lebenshaltungskosten hin: „Mieten, Lebensmittel und Energie werden stetig teurer. Die Einkommen halten damit nicht Schritt. Jetzt ist es an der Landesregierung denjenigen, die unser Land täglich am Laufen halten, auskömmliche Gehälter zu garantieren. Besonders für die unteren Einkommensgruppen ist das zwingend erforderlich!“

Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden

Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorsitzender der Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten (VDStra.), kritisierte strukturelle Probleme: „Beschäftigte im Straßen- und Verkehrswesen werden je nach Arbeitgeber unterschiedlich bezahlt, trotz vergleichbarer Verantwortung, Qualifikation und Belastung. Sie leisten bei den Ländern, den Kommunen und bei der Autobahn GmbH des Bundes tagtäglich unverzichtbare Arbeit. Es ist inakzeptabel, dass diese systemrelevante Arbeit unterschiedlich vergütet wird, nur weil sie unter verschiedene Tarifregime fällt.“ Während kommunale Beschäftigte und Beschäftigte der Autobahn GmbH in vielen Bereichen inzwischen höhere Entgelte oder bessere Rahmenbedingungen erhielten, blieben die Länderbeschäftigten zurück.

Für die Beschäftigten der Straßenbauverwaltung vor Ort forderten auch Maik Pfeiffer und Alexander Jakob vom VDStra. Niedersachsen/Bremen angemessene Einkommenssteigerungen: „Zum Tarifabschluss für die Bundesbeschäftigten aufzuschließen ist letztlich eine Frage der Gerechtigkeit!“

Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 vereinbart.

Datum: 22. Januar 2026
Autor: Torben

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