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Tage der Entscheidung – wettbewerbsfähig oder abgehängt?

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder 7 Prozent höhere Einkommen, mindestens 300 Euro. „In dieser Runde wird sich zeigen, ob die Tarifgemeinschaft deutscher Länder ihre Verantwortung ernst nimmt. Ohne Reallohnsteigerung fallen sie auf dem Arbeitsmarkt nicht nur im Vergleich zur Privatwirtschaft, sondern auch gegenüber Bund und Kommunen weiter zurück. Das wäre verheerend für die Nachwuchsgewinnung und die Mitarbeitermotivation“, so der dbb-Verhandlungsführer am 11. Februar 2026.

„Deshalb werden das extrem schwierige Verhandlungen. Uns liegt immer noch kein Angebot vor, lediglich Annäherung in Detailfragen“, erläutert Geyer. „Wir brauchen aber viel mehr: Wir brauchen echte Einkommenssteigerungen und strukturelle Verbesserungen. Da liegen wir noch meilenweit auseinander.“

Die aktuell angespannte Haushaltslage der Länder sei im Übrigen kein überzeugendes Gegenargument. Geyer: „Wir hatten 2025 Steuermehreinnahmen von über fünf Prozent. Haushaltspolitik ist eine Frage der Prioritätensetzung und wer jetzt nicht in die Beschäftigten investiert, wird später einen hohen Preis zahlen. Ein Drittel der Beschäftigten im öffentlichen Dienst geht in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Die verpassten Investitionen heute sind also die Mehrausgaben von morgen.“

Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.

Datum: 11. Februar 2026
Autor: Torben

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