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Öffentlicher Dienst in Hessen: Beschäftigte demonstrieren in Fulda

„Das Land braucht einen starken öffentlichen Dienst“, sagte Andreas Hemsing, Zweiter Vorsitzender und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb, der in Hessen die Verhandlungen führt, bei der Kundgebung am 3. März 2026 in Fulda. „Ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst ist nicht nur unabdingbar für eine funktionierende Wirtschaft, sondern ist sogar entscheidender Faktor für eine funktionierende Demokratie. Für beides ist Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates erforderlich. Wenn der Landesdienst aber kaputtgespart wird, geht genau dieses Vertrauen verloren.“

Der stellvertretende Vorsitzende des dbb Hessen Richard Thonius forderte die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen. „Das Bundesverfassungsgericht hat gerade erst wieder klargestellt, wie eine amtsangemessene Alimentation auszusehen hat: Hessen hat die Pflicht, Besoldung gemessen an der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung und des allgemeinen Lebensstandards fortzuschreiben. Es ist traurig genug, dass Politik daran überhaupt erst vom höchsten deutschen Gericht erinnert werden muss.“

Die Kernforderungen des dbb lauten:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
  • Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden (BBIG und Pflege) und Praktikanten um 200 Euro
  • Eine Laufzeit von 12 Monaten hinsichtlich der Entgelte
  • Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung
  • Einbeziehung der studentischen Beschäftigten in den Geltungsbereich des TV-H

Hintergrund:

Die hessische Einkommensrunde startete am 27. Februar 2026 in Wiesbaden. Anschließend folgt am 9./10. März 2026 eine Zwischenrunde auf Arbeitsebene. Die soll dazu beitragen, dass im Rahmen der Verhandlungsrunde am 26./27. März 2026 ein Ergebnis gefunden werden kann.

Datum: 3. März 2026
Autor: Torben

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