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„Das Hinterhältige am Hackerangriff ist ja, dass man ihn oft nicht gleich bemerkt“

Der studierte Chemiker hat sich aus Leidenschaft und über diverse Fort- und Weiterbildungen im öffentlichen Dienst quasi „selbst digitalisiert“ – mit Erfolg. Inzwischen leitet der 47-Jährige im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das IT-Referat, ein Team von rund 40 Kolleginnen und Kollegen, mit einem breiten Aufgabenspektrum: Wartung der Netzwerk- und Serverstruktur, von Telefonie und Konferenztechnik, das Lizenz- und Vertragswesen und natürlich die Nutzerhotline: „Wir können vielleicht nicht jedes Problem lösen, aber wir finden immer eine Alternative.“

Bei vielen Alltagsproblemen helfe oft der berühmte „Neustart“. Zur wirklich ernsten Herausforderung für die IT entwickele sich aber die Cybersicherheit, „egal ob im Bundesministerium oder bei Privatpersonen.“ Frank Estler ist klar, dass man sich dabei nie komplett schützen kann: „Das ist jeden Tag ein Wettrennen mit der blühenden Industrie der Cyberkriminellen. Das Hinterhältige am Hackerangriff ist ja, dass man ihn oft nicht gleich bemerkt.“ Und dann werde auch der Themenkomplex KI jeden Tag wichtiger: „Das Vollpotential der künstlichen Intelligenz kann sich im Moment keiner von uns auch nur vorstellen.“

Mit Blick auf die Digitalstrategie der Bundesregierung wünscht sich Frank Estler eine noch konsequentere Zentralisierung der IT bei gemeinsamen Dienstleistern. „Zusammenarbeit und Standardisierung, das ist der Schlüssel zu mehr IT-Sicherheit und Effizienz. Es gibt schon jede Menge digitale Insellösungen und Altverfahren, überall im Land. Die Integration der Daten und Systeme unter Berücksichtigung der vielfältigen Rahmenbedingungen bei Bund, Ländern und Gemeinden, das ist eine wirklich große Aufgabe.“

Datum: 12. März 2024
Autor: Torben

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