Zur Startseite

Aktive Pausen zu den Tarifverhandlungen der Länder TV-L für Niedersachsen

Am Donnerstag, 29.01.2026, findet an der BBS Rüdiger-Butte-Schule in Hameln eine Aktive Pause statt: 13:00 Uhr, Pausenhof Nord.

Hauptredner ist Alexander Zimbehl, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes und Tarifunion Niedersachsen (dbb-n). Außerdem sprechen Ulf Jürgensen (VLWN-Landesvorsitzender) und Cord Wilhelm Kiel (Vorstandsmitglied des Philologenverbandes Niedersachsen – PhVN). Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für einen starken Tarifabschluss.

Vor der letzten geplanten Tarifverhandlungsrunde (11.–13. Februar 2026) führen die Lehrerverbände VLWN, BLVN, VBE, VNL und PhVN in Hameln eine gewerkschaftliche Aktion durch. Ziel ist, den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen – auch im Interesse der Beamtinnen und Beamten. Wir fordern, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfänger in Niedersachsen übertragen wird. Das ist nicht Teil der Tarifverhandlungen, daher muss das Land Niedersachsen anschließend gesetzlich handeln.

 

Unsere Forderungen im TV-L (dbb):

1) Entgelte

  • +7 %, mindestens 300 € pro Monat (Laufzeit 12 Monate)
  • Zeitzuschläge (§ 8 Abs. 1 TV-L) +20 Prozentpunkte (mindestens ab Stufe 3)

2) Nachwuchskräfte

  • +200 € monatlich für Azubis, Studierende und Praktikant:innen
  • Unbefristete Übernahme nach erfolgreichem Abschluss

3) Studentische Beschäftigte – Mindeststandards

  • Stundenlohn: 17 €/h (1. Jahr), 18 €/h (2. Jahr), 19 €/h (ab 3. Jahr)
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate
  • Stundenumfang: 40 Std./Monat (weniger nur auf Antrag)

4) Mobilität

  • Wahlweise Deutschlandticket oder 50 € Tankkostenzuschuss pro Monat

 

Die Tarifrunde ist ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Dienst in Niedersachsen dauerhaft leistungsfähig zu halten.

 

Fotoquelle: Dr. Gerhard Over / Heinrich-Büssing-Schule Braunschweig

Datum: 14. Januar 2026
Autor: Pascal Ströhlein

Diesen Beitrag teilen

E-Mail
Drucken
Facebook
Twitter

Letzte Beiträge

dbb-Einschätzung zum Reform-Entwurf: „Befürchtungen übertroffen“

„Was in diesem Entwurf steht, ist klares Politikversagen“, stellte der stellv. dbb-Bundesvorsitzende Maik Wagner am 5. Juni 2026 klar. „Es wird fast ausschließlich zu Lasten von Pflegebedürftigen, An- und Zugehörigen sowie beim Pflegepersonal gespart. Damit trifft die Reform ausgerechnet diejenigen, die im aktuellen System ohnehin benachteiligt sind. So schafft man keine Akzeptanz in der Bevölkerung.“  Negativ fallen insbesondere

Weiterlesen »

Endlich: Niedersachsen plant amtsangemessene Alimentation 

Die Besoldungsanpassung zum 01.04.2026 ist zunächst nur die schnelle Übertragung der ersten Tarifstufe: Die Bezüge steigen rückwirkend um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Anwärterinnen und Anwärter erhalten 60 Euro mehr. Diese Anpassung ist wichtig, löst aber noch nicht die eigentliche verfassungsrechtliche Frage der amtsangemessenen Alimentation. Die Auszahlung wird mit der Juli-Abrechnung erwartet. Ein wichtiger Schritt – aber nur ein erster. Denn die eigentliche Weichenstellung

Weiterlesen »

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – Gesetzentwurf bleibt an entscheidender Stelle stehen

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist das zentrale deutsche Antidiskriminierungsgesetz. Es wurde am 14. August 2006 verabschiedet und trat am 18. August 2006 in Kraft. Erstmals wurde damit der Schutz vor Diskriminierung in Deutschland umfassend gesetzlich geregelt – insbesondere in der Arbeitswelt, aber auch bei Alltagsgeschäften und im Zivilrecht. Ziel des AGG ist es, Benachteiligungen etwa wegen Geschlechts,

Weiterlesen »

Loading...