Zur Startseite

Öffentlicher Dienst in Hessen: Verhandlungen gestartet

„Ich hätte mir den Auftakt konkreter gewünscht. Wir sollten davon wegkommen, Fortschritte und Entscheidungen vor allem in die Abschlussrunde zu packen“, sagte dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing nach der Auftaktrunde am 27. Februar 2026.

Erneut machte Hemsing zudem deutlich, dass die dbb-Forderung im Sinne der Landesregierung sein müssten: „Wer die hiesige Wirtschaft stärken will, muss den öffentlichen Dienst stärken. Denn der schafft und erhält erst die Infrastruktur, die erfolgreiches Wirtschaften erst möglich macht. Der TV-Hessen ist ein werthaltiger Tarifvertrag und damit eine gute Grundlage. Jetzt haben wir die Chance, diesen Tarifvertrag gemeinsam weiterzuentwickeln und innerhalb des öffentlichen Dienstes konkurrenzfähig zu halten.”

Die Kernforderungen lauten:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
  • Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden (BBIG und Pflege) und Praktikanten um 200 Euro
  • Eine Laufzeit von 12 Monaten hinsichtlich der Entgelte
  • Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung
  • Einbeziehung der studentischen Beschäftigten in den Geltungsbereich des TV-H

„Das Tarifergebnis muss ohne Wenn und Aber zeitgleich und systemkonform auf die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen übertragen werden“, erklärte Volker Weigand, stv. Landesvorsitzender des dbb Hessen. „Nachdem Ministerpräsident Boris Rhein bei der letzten Einkommensrunde gemachte Zusagen nicht erfüllt hat, ist das Vertrauen der der Kolleginnen und Kollegen in die Landesregierung beschädigt. Daher brauchen wir hier schnell Klarheit.“

Hintergrund:
Die hessische Einkommensrunde startete am 27. Februar 2026 in Wiesbaden. Anschließend folgt am 9./10. März 2026 eine Zwischenrunde auf Arbeitsebene. Die soll dazu beitragen, dass im Rahmen der Verhandlungsrunde am 26./27. März 2026 ein Ergebnis gefunden werden kann.

 

Datum: 27. Februar 2026
Autor: Torben

Diesen Beitrag teilen

E-Mail
Drucken
Facebook
Twitter

Letzte Beiträge

Jetzt die Mitbestimmung konsequent weiterentwickeln

„Die Reform von 2021 war ein wichtiger erster Schritt. Doch sie ist bis heute unvollendet“, machte Milanie Kreutz, stellv. dbb-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Grundsatzkommission Mitbestimmung im dbb, am 9. Juni 2026 in Berlin klar. Angesichts wachsender Herausforderungen im öffentlichen Dienst forderte sie die Politik mit Nachdruck auf, die überfällige Weiterentwicklung endlich anzugehen.  Reformbedarf ist dringend – klare

Weiterlesen »

Pauschale Stelleneinsparungen zerstören Vertrauen

„Wir sehen es kritisch, wenn die Modernisierungsagenden von Bund und Ländern einen starken Fokus auf Einsparungen und Personalabbau legen“, betonte dbb-Chef Volker Geyer am 9. Juni 2026 auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung in Berlin. Zwar unterstütze der dbb ausdrücklich, dass der Staat leistungsfähiger, digitaler und handlungsfähiger werden müsse. „Aber die Staatsmodernisierung wird nur mit einem modernen

Weiterlesen »

dbb-Einschätzung zum Reform-Entwurf: „Befürchtungen übertroffen“

„Was in diesem Entwurf steht, ist klares Politikversagen“, stellte der stellv. dbb-Bundesvorsitzende Maik Wagner am 5. Juni 2026 klar. „Es wird fast ausschließlich zu Lasten von Pflegebedürftigen, An- und Zugehörigen sowie beim Pflegepersonal gespart. Damit trifft die Reform ausgerechnet diejenigen, die im aktuellen System ohnehin benachteiligt sind. So schafft man keine Akzeptanz in der Bevölkerung.“  Negativ fallen insbesondere

Weiterlesen »

Loading...