„In einer Zeit, in der weltweit von immer mehr Regierungen Tatsachen verdreht, Fakten zu Meinungen degradiert und Lügen zu politischen Werkzeugen gemacht werden, braucht es die Deutsche Welle dringender denn je“, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer bei einer Demo gegen die geplanten Stellenstreichungen am 22. April 2026 in Berlin. Geyer ist zugleich stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deutschen Welle. „Die Deutsche Welle ist mehr als ein Sender. Sie ist ein Bollwerk gegen Desinformation. Sie ist eine Stimme der Freiheit.“
„Die Beschäftigten bei der Deutschen Welle leisten herausragende Arbeit. Das Vertrauen der Menschen in diesen Qualitätsjournalismus ist hoch, die Reichweite ist beeindruckend. Alleine in den USA nutzen mehr als 30 Millionen Menschen pro Woche dieses Angebot“, erklärte Geyer. „Wenn es Bundeskanzler Friedrich Merz und der von ihm geführten Bundesregierung wirklich ernst damit ist, dass Deutschland eine aktivere Rolle in der Welt spielen soll, dann sind diese Kürzungen noch absurder. Auch im Koalitionsvertrag steht, dass die Deutsche Welle gestärkt werden soll. Deshalb fordere ich die Bundesregierung auf, die Deutsche Welle langfristig zukunftsfest zu finanzieren und die Kürzungen zurückzunehmen. Jetzt!“
Die Mitglieder der Mediengewerkschaft VRFF im dbb beteiligten sich ebenfalls an der Demonstration in Berlin. Der Vorsitzende der Betriebsgruppe bei der Deutschen Welle in Bonn, Christoph Eich, erklärte: „Die Folgen der vorgesehenen Finanzstreichungen sind dramatisch: Ungefähr 160 Vollzeitstellen werden wegfallen, also etwa 200 Beschäftigte ihre Arbeit verlieren oder weniger Einsätze haben. Wichtige Zukunftsinvestitionen werden auf unbestimmte Zeit verschoben. In einer Welt, in der unabhängige Medien täglich unter Beschuss stehen, ist das ein fatales Signal.“