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Die Schwachstellen rechtzeitig erkennen

Besonders kritisch sei dabei das Zusammenspiel mit möglichen Kaskadeneffekten auf kritische Infrastrukturen: Fielen Energieversorgung, Kommunikation, Wasser oder IT-Systeme aus, könnten sich die Ausfälle gegenseitig verstärken – etwa, wenn ein Stromausfall Kommunikationsnetze beeinträchtige und dadurch die Koordination von Einsatzkräften erschwert werde. Entscheidend sei, Angriffe frühzeitig als solche zu erkennen und ihre Auswirkungen realistisch einzuschätzen. Für den Zivilschutz bedeute das einen klaren Fokus auf Vorsorge, Redundanzen und Durchhaltefähigkeit – auch im Technischen Hilfswerk (THW). Lackner fordert außerdem eine stärkere Verzahnung von Sicherheitsbehörden, Bevölkerungsschutz und Betreibern kritischer Infrastrukturen sowie eine aktive Einbindung der Bevölkerung.

Mit Blick auf Reformen sieht Lackner die „größte Stellschraube“ in klar geregelten Zuständigkeiten, verbindlichen Führungsstrukturen und eindeutigen Verantwortlichkeiten – insbesondere bei länderübergreifenden Lagen. Dabei hapere es weniger an Ressourcen als an Koordination: „Die wirksamste politische Lösung wären verbindliche Koordinationsmechanismen, die in außergewöhnlichen Lagen automatisch greifen. Wir benötigen gemeinsame, digital unterstützte Lagebilder und interoperable Systeme, um einen Informationsaustausch zu gewährleisten. Ebenso wichtig sind regelmäßige, realistische Großübungen mit Einbindung politischer Entscheidungsträger. Denn nur, wenn Abläufe auch unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden, können wir Schwachstellen rechtzeitig erkennen“, so Lackner.

Das komplette Interview im aktuellen dbb magazin

Datum: 4. März 2026
Autor: Torben

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