Mann bei Warnstreik in Aachen spricht vor Publikum mit Mikrofon.

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Einkommensrunde: Warnstreik in Aachen

Mehrere hundert Beschäftigte folgten dem Aufruf der komba gewerkschaft unter dem Dach des dbb beamtenbund und tarifunion zum Warnstreik und legten ihre Arbeit nieder.

dbb Tarifchef Volker Geyer nahm an der zentralen Kundgebung teil und übte deutliche Kritik an Bundesinnenministerin Nancy Faeser und der Präsidentin der kommunalen Arbeitgeber Karin Welge. „Die beiden loben die Beschäftigten von Bund und Kommunen bei jeder Gelegenheit. Aber sie bleiben stumm, wenn es um konkrete Angebote geht. Die Kolleginnen und Kollegen sind solche Sonntagsreden leid. Sie wollen nicht nur warme Worte, sondern eine spürbare Erhöhung ihrer Einkommen. Denn es wird alles teurer: im Supermarkt, an der Tankstelle, bei den Heizkosten. Wer die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes wirklich wertschätzt, der lässt sie mit diesen Sorgen nicht alleine – oder darf sich andernfalls nicht wundern, wenn sich der Frust darüber auf den Straßen und in den Betrieben entlädt.“

Bis zur zweiten Verhandlungsrunde am 22. und 23. Februar wird es weitere Protest- und Streikaktionen geben. „Der Druck auf die Arbeitgeber muss jetzt wachsen. Daher stehen die Zeichen nicht nur in Aachen auf Streik. Dass es ohne die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht geht, werden wir gemeinsam in den kommenden Wochen weiter spürbar und entschieden zeigen“, bekräftigte Andreas Hemsing, Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft und stellvertretender dbb Bundesvorsitzender.

Angesichts der schwierigen Lage zahlreicher Beschäftigter geht es bei dieser Tarifrunde um ein deutliches und nachhaltiges Einkommensplus. Gefordert werden 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro im Monat. Außerdem geht es um eine Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden, Praktikant/innen um 200 Euro sowie eine verbindliche Zusage zur unbefristeten Übernahme der Azubis. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

Datum: 27. Januar 2023

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