Geyer: „Der Staat muss wieder Stabilitätsanker sein“

„Die Angriffe auf das Berufsbeamtentum sind real. Immer wieder wird versucht, es zu relativieren, einzuschränken oder auf einen vermeintlichen Kernbereich zurückzudrängen“, sagte Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb, auf dem Delegiertentag des Bayerischen Beamtenbunds in München am 26. März 2026. „Wir haben mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass die Bayerische Landesregierung das Tarifergebnis der Einkommensrunde mit den Ländern erst verzögert auf die eigenen Beamtinnen und Beamten übertragen möchte. Angekündigt hat der Ministerpräsident das, bevor das Ergebnis überhaupt feststand. Das hat mit Wertschätzung für die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die Bayern tagtäglich am Laufen halten, nichts mehr zu tun. Es passt nicht zusammen, in Sonntagsreden Lob auszusprechen und am Montag Sparmaßnahmen zu verkünden. Wer den öffentlichen Dienst nur auf Ausgaben reduziert, verkennt seine eigentliche Bedeutung.“

Der dbb-Chef betonte: „Die Position des dbb dazu ist glasklar. Das Berufsbeamtentum ist ein tragender Pfeiler unseres demokratischen Rechtsstaats. Ohne Lehrkräfte, die Bildung vermitteln, ohne die Polizei, die für Sicherheit sorgt, und ohne die Kolleginnen und Kollegen, die im Dienst der Allgemeinheit arbeiten, würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Der Staat muss wieder Stabilitätsanker sein.“

Delegierte bestätigen Nachtigall im Amt

Auf dem Delegiertentag des BBB standen Wahlen an – die Delegierten bestätigten Rainer Nachtigall, den Vorsitzenden des Bayerischen Beamtenbunds, im Amt und wählten eine neue Landesleitung. „Ich freue mich sehr darauf, die erfolgreiche Arbeit für die Interessen des öffentlichen Dienstes gemeinsam fortzusetzen“, sagte Geyer, der allen gewählten Mitgliedern der neuen Landesleitung gratulierte. „Es gibt viel zu tun. Packen wir es an!“

Datum: 27. März 2026
Autor: Torben

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