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Geyer mahnt Länder: „Verantwortung übernehmen!“

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder 7 Prozent höhere Einkommen, mindestens 300 Euro sowie weitere Verbesserungen. Doch beim Verhandlungsauftakt am 3. Dezember 2025 war die TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) kaum sprechfähig. „So absehbar es war, so ärgerlich ist es trotzdem, dass sich die TdL als Tarifpartner präsentiert hat, der keinen Plan hat, kein Angebot macht und kein konstruktives Ziel verfolgt“, kritisierte dbb-Chef Volker Geyer im Anschluss. „Die Arbeitgebenden verstecken sich hinter der Aussage, unsere Forderungen seien nicht zu verantworten. Das haben sie auch schon nach unserem Forderungsbeschluss vor zwei Wochen geschrieben. Inwieweit es verantwortungsvoll ist, ohne Plan und ohne Angebot in Verhandlungen einzusteigen, erschließt sich mir jedoch nicht.“ 

Für den weiteren Verlauf formulierte der dbb Bundesvorsitzende eine klare Erwartungshaltung: „Tarifverhandlungen zu führen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Die demographischen Realitäten treffen den öffentlichen Dienst jetzt und nicht erst in ferner Zukunft. Die Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit dem Staat rührt auch daher, dass er an zu vielen Stellen nicht mehr ordentlich funktioniert. Dazu fehlt es nämlich allerorten an Personal – etwa in den Unikliniken, den Justizvollzugsanstalten oder den Schulen.“

Um den Druck zu erhöhen, erteilte der dbb seinen Fachgewerkschaften unmittelbar im Anschluss an den enttäuschenden Auftakt die Streikfreigabe bis zur nächsten Verhandlungsrunde. Geyer: „Die Kolleginnen und Kollegen sind frustriert über die Ignoranz der Arbeitgebenden und werden das mit ersten Protestaktionen zum Ausdruck bringen.“

Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Es sind drei Verhandlungsrunden für den 3. Dezember 2025, den 15./16. Januar sowie den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.

Datum: 3. Dezember 2025
Autor: Torben

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