Große Menschenmenge auf einer offenen Fläche, symbolisiert Personalabbau und neue Aufgaben.

Immer neue Aufgaben – abnehmende Personalstärke

„Der Fachkräftemangel ist durch gestiegene Anforderungen, zum Beispiel durch veränderte Herausforderungen der innen- und außenpolitischen Sicherheitslage, und den demografischen Wandel verursacht. Hinzu kommt der Bearbeitungsstau in vielen Behörden“, beschrieb dbb Bundesvorsitzende Volker Geyer am 14. Januar 2026 in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des „dbb Monitor öffentlicher Dienst 2026“ die aktuelle Lage. Die Statistik-Sammlung bietet auch in diesem Jahr ausführlich Zahlen, Daten und Fakten rund um den öffentlichen Dienst.

„Dass die Politik in dieser Situation nur zögerlich Lösungen erarbeitet, lässt Bürgerinnen und Bürger an der Handlungsfähigkeit des Staates generell zweifeln“, sagte Geyer. So zeigt es auch die aktuelle Umfrage, die forsa im Auftrag des dbb im Juli 2025 durchgeführt hat: Gerade noch 23 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass der Staat handlungsfähig ist und seine Aufgaben angemessen erfüllen kann. Dieser Wert ist gegenüber den beiden Vorjahren nochmals gesunken.

Trotzdem bringen die Befragten einzelnen Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes besonders viel Vertrauen entgegen. „Die Berufe des öffentlichen Dienstes belegten wieder die vorderen Plätze des Berufe­rankings, allen voran die Feuerwehrmänner und -frauen. Dennoch berichten viele öffentlich Beschäftigte von Gewalt­erfahrungen in ihrer täglichen Arbeit. Auch dies bildet die Umfrage ab“, unterstrich der dbb Chef. 

Zentrale Herausforderung ist erneut der wachsende Mangel an Fachkräften: „Dem öffentlichen Dienst fehlen aktuell 600.000 Beschäftigte, um alle übertragenen Aufgaben seriös erfüllen zu können. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg des Fehlbestandes um etwa 30.000 in Vollzeit tätige Personen“, stellte Geyer fest.

Der dbb Monitor öffentlicher Dienst 2026 liefert darüber hinaus Informationen zur Situation des Fachkräftenachwuchses im öffentlichen Sektor und informiert über den Frauenanteil im höheren Dienst sowie in Führungspositionen der obersten Bundesbehörden. Und wie schon in den vergangenen Jahren finden sich auch in dieser Ausgabe Informationen zur Einkommenssituation der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

 

Datum: 14. Januar 2026
Autor: Torben

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