Zur Startseite

„Obwohl ich am Nord-Ostsee-Kanal aufgewachsen bin, kannte ich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gar nicht“

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung war trotzdem nicht Berufsziel für die 62-jährige Diplom-Verwaltungswirtin Heike Stahl, berichtet sie in der neuen Folge vom dbb-Podcast „DienstTag“: „Ich bin zwar in unmittelbarer Nähe zum Nord-Ostsee-Kanal aufgewachsen, bin zig Mal mit der Fähre über den Kanal oder an den Schleusen vorbei. Ich kannte die Behörde dahinter aber gar nicht.“ Erst mit dem Wechsel von der Bundeswehrverwaltung bekam die Diplom-Verwaltungswirtin einen Eindruck von der Größe und Bedeutung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Inzwischen leitet sie die Abteilung Administration und managt Personal, Haushalt, Orga und IT beim Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee. In Deutschland gibt es über 7000 Kilometer schiffbare Kanäle und die 17 Wasser- und Schifffahrtsämter sind als Teil der Bundesverwaltung für deren Unterhalt zuständig, von der Wartung und Sanierung, bis zur Betonnung, Tiefenmessung oder Verkehrsüberwachung.

Obwohl es auch in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einen großen Investitionsstau gibt, ist das aktuell nicht Heike Stahls größtes Problem: „Wir leiden seit Jahren vor allem unter einem wachsenden Personalmangel. Die hochspezialisierten Fachkräfte, die wir brauchen, finden sich auf dem freien Markt einfach immer schwerer“, erläutert die Verwaltungswirtin. „Wir bilden deshalb verstärkt selber aus, etwa Seevermessungstechniker oder Wasserbauer, Tischler oder Elektroniker. Ich erinnere mich an Zeiten, da hatten wir für jede Stelle 40-50 Bewerbungen. Davon sind wir inzwischen weit weg.“ Dabei, so Heike Stahl, hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht nur besonders schöne Arbeitsplätze anzubieten. „Die Bezahlung ist auch OK. Wir haben keine Gender Pay Gap und ziemlich flexible Arbeitszeitregelungen.“

Datum: 10. März 2026
Autor: Torben

Diesen Beitrag teilen

E-Mail
Drucken
Facebook
Twitter

Letzte Beiträge

Jetzt die Mitbestimmung konsequent weiterentwickeln

„Die Reform von 2021 war ein wichtiger erster Schritt. Doch sie ist bis heute unvollendet“, machte Milanie Kreutz, stellv. dbb-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Grundsatzkommission Mitbestimmung im dbb, am 9. Juni 2026 in Berlin klar. Angesichts wachsender Herausforderungen im öffentlichen Dienst forderte sie die Politik mit Nachdruck auf, die überfällige Weiterentwicklung endlich anzugehen.  Reformbedarf ist dringend – klare

Weiterlesen »

Pauschale Stelleneinsparungen zerstören Vertrauen

„Wir sehen es kritisch, wenn die Modernisierungsagenden von Bund und Ländern einen starken Fokus auf Einsparungen und Personalabbau legen“, betonte dbb-Chef Volker Geyer am 9. Juni 2026 auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung in Berlin. Zwar unterstütze der dbb ausdrücklich, dass der Staat leistungsfähiger, digitaler und handlungsfähiger werden müsse. „Aber die Staatsmodernisierung wird nur mit einem modernen

Weiterlesen »

dbb-Einschätzung zum Reform-Entwurf: „Befürchtungen übertroffen“

„Was in diesem Entwurf steht, ist klares Politikversagen“, stellte der stellv. dbb-Bundesvorsitzende Maik Wagner am 5. Juni 2026 klar. „Es wird fast ausschließlich zu Lasten von Pflegebedürftigen, An- und Zugehörigen sowie beim Pflegepersonal gespart. Damit trifft die Reform ausgerechnet diejenigen, die im aktuellen System ohnehin benachteiligt sind. So schafft man keine Akzeptanz in der Bevölkerung.“  Negativ fallen insbesondere

Weiterlesen »

Loading...