Gruppe von Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Protestaktion vor einem Gebäude.

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„Ohne die Beschäftigten im öffentlichen Dienst geht es nicht“

„Zoll und Bundespolizei sind angesichts der aktuellen politischen Entwicklung am Limit – wie der gesamte öffentliche Dienst“, stellte Adelheid Tegeler, Stellvertretende Bundesvorsitzende des BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft und Mitglied der dbb Bundestarifkommission, bei der Aktiven Mittagspause in Frankfurt am 13. Februar 2025 vor etwa 100 Teilnehmenden fest. Der Verhandlungsauftakt Ende Januar in Potsdam sei enttäuschend gewesen.

„Für die Beschäftigten bei Zoll und Bundespolizei erhöht sich die Arbeitsbelastung gerade massiv: Die Päckchenflut aus Asien für die einen und Aufgaben wie der Schutz der Grenzen für die anderen sorgen zusammen mit der stetig wachsenden Fachkräftelücke für härtere Arbeitsbedingungen“, sagte Tegeler.

„Soll der öffentliche Dienst nachhaltig gestärkt werden, müssen die Arbeitgeber endlich in attraktive Arbeitsbedingungen investieren, statt die Beschäftigten mit folgenlosen Versprechungen ruhig zu stellen. Genau das spiegelt sich in unseren Forderungen. Dazu gehören nicht zuletzt ein Volumen von 8 Prozent mehr Einkommen sowie mehr Arbeitszeitsouveränität und zusätzliche freie Tage. Ohne die Beschäftigten im öffentlichen Dienst geht es nicht“, unterstrich Tegeler noch einmal.

Der dbb fordert neben der Entgelterhöhung und der Einrichtung von Arbeitszeitkonten für Auszubildende, Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten eine Erhöhung der Entgelte um 200 Euro. Zudem sollen Auszubildende und dual Studierende in Vollzeit unbefristet übernommen werden.

Hintergrund: Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) sind über 2,6 Millionen Beschäftigte direkt oder indirekt betroffen: Rund 1,7 Millionen Arbeitnehmende und Auszubildende des Bundes (über 156.000) und der Kommunen (über 1.500.000) und weiterer Bereiche, für die der TVöD direkte Auswirkungen hat. Hinzu kommen knapp 370.000 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte, Anwärterinnen und Anwärter sowie fast 600.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger beim Bund, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll. Mittelbar hat die Einkommensrunde auch Auswirkungen auf weitere Bereiche des öffentlichen Dienstes. Weitere Verhandlungsrunden sind für den 17./18.2. sowie den 14./15.3.2025 verabredet.

Datum: 13. Februar 2025
Autor: Torben

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