Zur Startseite

Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbH: Der Ton stimmt, das Angebot nicht

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbH endete am 6. Februar 2026 in Berlin ohne Ergebnis. Andreas Hemsing, Zweiter Vorsitzender und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb, würdige im Anschluss das Bemühen der Arbeitgeberin um konstruktive Verhandlungen. „Das Angebot war jedoch insbesondere im Hinblick auf die lineare Erhöhung und die geforderte soziale Komponente deutlich unzureichend. Vorschläge zu verbesserten Zulagen oder kinderbezogenen Zuschlägen alleine sind nicht ausreichend“, so der dbb-Verhandlungsführer.

„Wir sind Infrastruktur. Ohne unsere Kolleginnen und Kollegen der Autobahn GmbH kriegen wir die zusätzlichen PS durch das Sondervermögen nicht auf die Straße. Wer Erhaltung, Sanierung und Ausbau des Autobahnnetzes als zentralen Bestandteil der Infrastruktur in Deutschland ernst nehme, muss auch in das Personal investieren“, so Hemsing weiter.

Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorsitzender der VDStra. (Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten) und Mitglied der dbb-Verhandlungskommission, stellte klar: „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten ein Angebot, das den besonderen Anforderungen und Belastungen ihrer Arbeit gerecht wird. Mehrere tausend Beschäftigte haben das bei einem Warnstreik am 20.  Januar 2026 deutlich gemacht. Wir fordern weiterhin 7 Prozent, mindestens 300 Euro und echte Anerkennung in Form einer Krankenzusatzversicherung.“

Datum: 6. Februar 2026
Autor: Torben

Diesen Beitrag teilen

E-Mail
Drucken
Facebook
Twitter

Letzte Beiträge

Geyer: Berufsbeamtentum ist tragende Säule des Rechtsstaats

„Wir erleben gerade eine Debatte, die ausblendet, dass der öffentliche Dienst und insbesondere das Berufsbeamtentum eine tragende Säule unseres demokratischen Rechtsstaats sind“, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer am 11. Juni 2026 auf der Feier zum 77-jährigen Bestehen des dbb rheinland-pfalz. Dass die öffentliche Diskussion sich stattdessen auf angebliche Privilegien der Beamtinnen und Beamten fokussiert, kritisierte Geyer deutlich:

Weiterlesen »

Einseitige Belastungen untergraben Vertrauen in die Politik

Aus Sicht des dbb drohen gravierende Einschnitte zulasten der Pflegebedürftigen, der Beschäftigten in der Pflege sowie vor allem der pflegenden Angehörigen. Der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer warnte am 11. Juni 2026, dass die Reform ihre Zielsetzung verfehlt: „Dieser Gesetzentwurf ist alles andere als ausgewogen. Genau wie beim GKV-Sparpaket versucht man, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und

Weiterlesen »

Jetzt die Mitbestimmung konsequent weiterentwickeln

„Die Reform von 2021 war ein wichtiger erster Schritt. Doch sie ist bis heute unvollendet“, machte Milanie Kreutz, stellv. dbb-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Grundsatzkommission Mitbestimmung im dbb, am 9. Juni 2026 in Berlin klar. Angesichts wachsender Herausforderungen im öffentlichen Dienst forderte sie die Politik mit Nachdruck auf, die überfällige Weiterentwicklung endlich anzugehen.  Reformbedarf ist dringend – klare

Weiterlesen »

Loading...