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Viel Ankündigung, zu wenig Antworten auf die drängenden Probleme der beruflichen Schulen

Zur heutigen Bewertung des Doppelhaushalts 2027/2028 durch die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion erklärt der Landesvorsitzende des Verbandes der Lehrkräfte an Wirtschaftsschulen in Niedersachsen (VLWN), Ulf Jürgensen:

“Jede zusätzliche Investition in Bildung ist grundsätzlich zu begrüßen. Wer allerdings von einer starken Grundlage für das niedersächsische Schulsystem spricht, muss sich an den tatsächlichen Herausforderungen in den Schulen messen lassen. Gerade für die berufsbildenden Schulen bleiben viele Fragen unbeantwortet.”

Die angekündigten zusätzlichen Lehrkräftestellen seien nur dann ein Erfolg, wenn sie tatsächlich besetzt werden könnten.

“Seit Jahren erleben wir einen gravierenden Fachkräftemangel an den berufsbildenden Schulen. Neue Stellen auf dem Papier lösen das Problem nicht. Entscheidend ist, ob ausreichend qualifizierte Lehrkräfte gewonnen werden können. Hierzu bleibt die Landesregierung weiterhin konkrete Antworten schuldig.”

Kritisch sieht der VLWN zudem, dass die berufliche Bildung im öffentlichen Diskurs erneut kaum vorkommt.

“Berufsbildende Schulen qualifizieren die Fachkräfte von morgen, sichern die duale Ausbildung, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Integration zugewanderter junger Menschen und begleiten die digitale sowie ökologische Transformation der Wirtschaft. Dennoch entsteht erneut der Eindruck, dass berufliche Bildung in der Bildungspolitik nicht die Aufmerksamkeit erhält, die ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung entspricht.”

Auch die Digitalisierung dürfe nicht auf die Anschaffung von Endgeräten reduziert werden.

“Tablets allein machen noch keinen modernen Unterricht. Viele Schulen kämpfen weiterhin mit unzureichenden IT-Supportstrukturen, steigenden Wartungsaufgaben und Investitionsstaus bei der technischen Ausstattung von Werkstätten, Laboren und Fachräumen. Wer digitale Bildung ernst meint, muss auch die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.” 2

Besonders kritisch bewertet der VLWN die anhaltende Belastung der Schulleitungen und Lehrkräfte.

“Von echter Entlastung kann vielerorts keine Rede sein. Im Gegenteil: Verwaltungsaufgaben, neue Erlasse ohne Ressourcen, Dokumentationspflichten, Personalengpässe und immer neue Erwartungen des Systems führen zu einer weiteren Verdichtung der Arbeit. Die Belastungsgrenze ist an vielen Schulen längst erreicht. Hier erwarten wir deutlich mutigere Schritte.”

Der VLWN fordert deshalb, die beruflichen Schulen bei den zusätzlichen Ressourcen ausdrücklich zu berücksichtigen und einen Schwerpunkt auf nachhaltige Personalgewinnung, Bürokratieabbau und die Stärkung der Schulleitungen zu legen.

„Wer die berufliche Bildung stärken will, muss jetzt konkrete Entscheidungen treffen.

Der VLWN fordert deshalb erstens ein landesweites Programm zur Gewinnung von Lehrkräften für berufsbildende Schulen. Dazu gehören attraktivere Zugänge für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger sowie eine deutliche Ausweitung beruflicher Fachrichtungen im Lehramtsstudium.“

„Zweitens müssen Schulleitungen und Lehrkräfte spürbar von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Wir fordern zusätzliche Verwaltungsfachkräfte an allen berufsbildenden Schulen sowie den konsequenten Abbau von Berichtspflichten, Datenerhebungen und Doppelstrukturen.“

„Drittens erwarten wir eine zielgerichtete Investitionsoffensive für die Ausstattung beruflicher Schulen. Werkstätten, Labore und digitale Lernumgebungen müssen den technischen Standards moderner Betriebe entsprechen. Es darf nicht sein, dass Auszubildende an Schulen mit Technik von gestern auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet werden.“

„Viertens benötigen die Schulen eine verlässliche Finanzierung professioneller IT-Administration. Lehrkräfte dürfen nicht länger nebenbei Netzwerkadministratoren, Systembetreuer und Supportkräfte sein.“

„Fünftens muss die Integration neu zugewanderter junger Menschen deutlich gestärkt werden. Die Zahl der Sprachlernklassen, sozialpädagogischen Fachkräfte und multiprofessionellen Teams muss dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Die berufsbildenden Schulen tragen hier seit Jahren einen erheblichen Teil der gesellschaftlichen Integrationsarbeit.“

„Niedersachsen braucht starke berufsbildende Schulen, wenn die Fachkräftesicherung gelingen soll. Die Herausforderungen sind bekannt. Es fehlt nicht an Erkenntnissen, sondern an konsequentem Handeln. Der Doppelhaushalt enthält richtige Ansätze, bleibt aber hinter dem zurück, was die berufliche Bildung zur Bewältigung von Fachkräftemangel, Digitalisierung und Integration tatsächlich benötigt.“

Ulf Jürgensen Landesvorsitzender VLWN

 

Bildquelle: Esra Afşar · Quelle: Pexels · Lizenz: Freie Pexels-LizenzAlle Rechte vorbehalten

Datum: 28. September 2026
Autor: Pascal

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“Seit Jahren erleben wir einen gravierenden Fachkräftemangel an den berufsbildenden Schulen. Neue Stellen auf dem Papier lösen das Problem nicht. Entscheidend ist, ob ausreichend qualifizierte Lehrkräfte gewonnen werden können. Hierzu bleibt die Landesregierung weiterhin konkrete Antworten schuldig.”

Kritisch sieht der VLWN zudem, dass die berufliche Bildung im öffentlichen Diskurs erneut kaum vorkommt.

“Berufsbildende Schulen qualifizieren die Fachkräfte von morgen, sichern die duale Ausbildung, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Integration zugewanderter junger Menschen und begleiten die digitale sowie ökologische Transformation der Wirtschaft. Dennoch entsteht erneut der Eindruck, dass berufliche Bildung in der Bildungspolitik nicht die Aufmerksamkeit erhält, die ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung entspricht.”

Auch die Digitalisierung dürfe nicht auf die Anschaffung von Endgeräten reduziert werden.

“Tablets allein machen noch keinen modernen Unterricht. Viele Schulen kämpfen weiterhin mit unzureichenden IT-Supportstrukturen, steigenden Wartungsaufgaben und Investitionsstaus bei der technischen Ausstattung von Werkstätten, Laboren und Fachräumen. Wer digitale Bildung ernst meint, muss auch die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.” 2

Besonders kritisch bewertet der VLWN die anhaltende Belastung der Schulleitungen und Lehrkräfte.

“Von echter Entlastung kann vielerorts keine Rede sein. Im Gegenteil: Verwaltungsaufgaben, neue Erlasse ohne Ressourcen, Dokumentationspflichten, Personalengpässe und immer neue Erwartungen des Systems führen zu einer weiteren Verdichtung der Arbeit. Die Belastungsgrenze ist an vielen Schulen längst erreicht. Hier erwarten wir deutlich mutigere Schritte.”

Der VLWN fordert deshalb, die beruflichen Schulen bei den zusätzlichen Ressourcen ausdrücklich zu berücksichtigen und einen Schwerpunkt auf nachhaltige Personalgewinnung, Bürokratieabbau und die Stärkung der Schulleitungen zu legen.

„Wer die berufliche Bildung stärken will, muss jetzt konkrete Entscheidungen treffen.

Der VLWN fordert deshalb erstens ein landesweites Programm zur Gewinnung von Lehrkräften für berufsbildende Schulen. Dazu gehören attraktivere Zugänge für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger sowie eine deutliche Ausweitung beruflicher Fachrichtungen im Lehramtsstudium.“

„Zweitens müssen Schulleitungen und Lehrkräfte spürbar von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Wir fordern zusätzliche Verwaltungsfachkräfte an allen berufsbildenden Schulen sowie den konsequenten Abbau von Berichtspflichten, Datenerhebungen und Doppelstrukturen.“

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„Niedersachsen braucht starke berufsbildende Schulen, wenn die Fachkräftesicherung gelingen soll. Die Herausforderungen sind bekannt. Es fehlt nicht an Erkenntnissen, sondern an konsequentem Handeln. Der Doppelhaushalt enthält richtige Ansätze, bleibt aber hinter dem zurück, was die berufliche Bildung zur Bewältigung von Fachkräftemangel, Digitalisierung und Integration tatsächlich benötigt.“

Ulf Jürgensen Landesvorsitzender VLWN

 

Bildquelle: Esra Afşar · Quelle: Pexels · Lizenz: Freie Pexels-LizenzAlle Rechte vorbehalten

Datum: 28. September 2026
Autor: Pascal

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Besonders kritisch bewertet der VLWN die anhaltende Belastung der Schulleitungen und Lehrkräfte.

“Von echter Entlastung kann vielerorts keine Rede sein. Im Gegenteil: Verwaltungsaufgaben, neue Erlasse ohne Ressourcen, Dokumentationspflichten, Personalengpässe und immer neue Erwartungen des Systems führen zu einer weiteren Verdichtung der Arbeit. Die Belastungsgrenze ist an vielen Schulen längst erreicht. Hier erwarten wir deutlich mutigere Schritte.”

Der VLWN fordert deshalb, die beruflichen Schulen bei den zusätzlichen Ressourcen ausdrücklich zu berücksichtigen und einen Schwerpunkt auf nachhaltige Personalgewinnung, Bürokratieabbau und die Stärkung der Schulleitungen zu legen.

„Wer die berufliche Bildung stärken will, muss jetzt konkrete Entscheidungen treffen.

Der VLWN fordert deshalb erstens ein landesweites Programm zur Gewinnung von Lehrkräften für berufsbildende Schulen. Dazu gehören attraktivere Zugänge für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger sowie eine deutliche Ausweitung beruflicher Fachrichtungen im Lehramtsstudium.“

„Zweitens müssen Schulleitungen und Lehrkräfte spürbar von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Wir fordern zusätzliche Verwaltungsfachkräfte an allen berufsbildenden Schulen sowie den konsequenten Abbau von Berichtspflichten, Datenerhebungen und Doppelstrukturen.“

„Drittens erwarten wir eine zielgerichtete Investitionsoffensive für die Ausstattung beruflicher Schulen. Werkstätten, Labore und digitale Lernumgebungen müssen den technischen Standards moderner Betriebe entsprechen. Es darf nicht sein, dass Auszubildende an Schulen mit Technik von gestern auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet werden.“

„Viertens benötigen die Schulen eine verlässliche Finanzierung professioneller IT-Administration. Lehrkräfte dürfen nicht länger nebenbei Netzwerkadministratoren, Systembetreuer und Supportkräfte sein.“

„Fünftens muss die Integration neu zugewanderter junger Menschen deutlich gestärkt werden. Die Zahl der Sprachlernklassen, sozialpädagogischen Fachkräfte und multiprofessionellen Teams muss dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Die berufsbildenden Schulen tragen hier seit Jahren einen erheblichen Teil der gesellschaftlichen Integrationsarbeit.“

„Niedersachsen braucht starke berufsbildende Schulen, wenn die Fachkräftesicherung gelingen soll. Die Herausforderungen sind bekannt. Es fehlt nicht an Erkenntnissen, sondern an konsequentem Handeln. Der Doppelhaushalt enthält richtige Ansätze, bleibt aber hinter dem zurück, was die berufliche Bildung zur Bewältigung von Fachkräftemangel, Digitalisierung und Integration tatsächlich benötigt.“

Ulf Jürgensen Landesvorsitzender VLWN

 

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Datum: 28. September 2026
Autor: Pascal

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