Menschen in Uniform bei einem Diensttag-Event, symbolisch für staatliche Arbeit.

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„Wenn Anfeindungen kamen, dann wegen der Uniform“

…ebenso wie an traumatische Erlebnisse im Dienst und dem Umgang mit Vorurteilen. „Wenn Anfeindungen kamen, dann wegen der Uniform, nicht wegen dem türkischen Background“, erzählt Derya Yildirim. Im Gegenteil, die 42-Jährige nutzt ihre eigene Herkunft und Familiengeschichte für die Arbeit, aktuell am Institut für Transkulturelle Kompetenz. In ihrer Funktion als „Dialogbeauftragte“ gegenüber den Migrantenorganisationen in Hamburg hilft ihr der eigene Erfahrungshintergrund vor allem bei der Kontaktaufnahme, beim Netzwerken und beim Abbau von Vorurteilen gegenüber der Polizei.

Obwohl Derya Yildirim seit Kindertagen immer nur Polizistin werden wollte, hat sie selbst den Einstellungstest erst beim dritten und letzten Versuch geschafft. Alles eine Frage der Vorbereitung, berichtet sie: „Die Prüfung ist wirklich schwer. Aber wenn man sich auf den Hosenboden setzt, wenn man sich reinhängt und die Hilfe in Anspruch nimmt, die angeboten wird, dann kann das jeder schaffen.“ Mit dieser Botschaft hat sie fast zwanzig Jahre in der Einstellungsstelle der Hamburger Polizei gearbeitet und den Bewerberinnen und Bewerbern „Dampf gemacht“. Immer nach dem Motto: Wir verlangen was von Euch – aber wir geben auch maximale Unterstützung.

Im Gespräch mit unserer Moderatorin Steffi Schaller erzählt Derya Yildirim aber auch „von ihrer ersten Leiche“ am Hamburger Hauptbahnhof, vom Zusammenhalt auf der Wache und von ihren Schwierigkeiten beim Erlernen einer weiteren „Fremdsprache“ – Beamtendeutsch.

Datum: 13. Dezember 2022

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