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„Wir sind die Schnittstelle zwischen Truppe und Industrie“

Nach Maschinenbaustudium und Qualifizierung zum Wehrtechnikingenieur im Rahmen der Beamtenlaufbahn durch Schulungen in Systembewaffnung sowie Luft- und Raumfahrt arbeitet der 30-jährige Rheinländer jetzt beim Beschaffungsamt der Bundeswehr in Koblenz. “Wir sind die Schnittstelle zwischen Truppe und Industrie, zwischen der Entwicklung und der Nutzung von zum Teil extrem komplexen Systemen. Das ist für mich als Ingenieur superspannend”, erzählt Maximilian Wergen in dieser Folge von DienstTag – Menschen, die Staat machen.

Nicht nur die Systeme sind komplex, die Entscheidungsprozesse der Beschaffung sind es auch: Nach politischer Entscheidung und Bedarfsdefinition folgen Analyse, Erarbeitung von Lösungsvarianten, Auswahl der Best-Vorschläge, Genehmigung durch die militärische Leitung, Leistungsbeschreibung Ausschreibung, Angebotssichtung und Beauftragung, später Testung und Nutzungsfreigabe der Produkte. Wergen: “Was man heute kauft, steht noch lange nicht morgen auf dem Hof. Das dauert. Manchmal müssen erst noch die entsprechenden Produktionskapazitäten aufgebaut werden.“

Die ‘Zeitenwende’ durch den russischen Überfall auf die Ukraine und die technischen Entwicklungen der letzten Zeit, vor allem bei Drohne und KI haben die Arbeit beim Beschaffungsamt sehr verändert und die Arbeitsbelastung erhöht. Von den 11500 Dienstposten sind 1500 nicht besetzt, bei immer weiter steigender Projektzahl und -volumina. Zur Arbeitsbelastung kommen schwierige ethische Erwägungen, gerade beim Einsatz neuer Technologien. “Wir müssen ungesteuerte Entwicklungen beim Einsatz von KI vermeiden. Zum Beispiel muss auch bei automatisierten Prozessen die Unterscheidung zwischen Zivilpersonen und Kombattanten immer sichergestellt und die Einsatzentscheidung letztlich immer beim Menschen liegen”, betont Maximilian Wergen.

Datum: 14. Januar 2026
Autor: Torben

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