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dbb-Verhandlungsführer Hemsing: „Höchste Zeit für Verbesserungen“

Andreas Hemsing, Zweiter Vorsitzender des dbb und Fachvorstand Tarifpolitik, machte vor Beginn der Verhandlungen am 18. März 2026 deutlich: „Wir haben zwei Verhandlungsrunden hinter uns, in der die Arbeitgeberin kein tragfähiges Angebot vorgelegt hat. Nach Wochen der Enttäuschungen ist es jetzt höchste Zeit, dass die Dataport die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen verbessert.“ Die Beschäftigten brauchen ein Einkommensplus, das mit der Inflation mindestens mithalten kann, betonte Hemsing. 

Das sind die Kernforderungen des dbb: 

  • Entgelterhöhung um 7,5 Prozent, mindestens 400 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 200 Euro
  • Spürbare Erhöhung der Jahressonderzahlung
  • Laufzeit 12 Monate

Hemsing weiter: „Die Digitalisierung der Verwaltungen ist eine Mammutaufgabe und die Beschäftigten der Dataport machen sie im Norden möglich. Der öffentliche Dienst muss auch in diesem Bereich neue Arbeitskräfte finden und vorhandene Arbeitskräfte halten. Dafür braucht es Einkommen und Arbeitsbedingungen, die attraktiv sind und mit der Privatwirtschaft mithalten können.“ Verwaltungsdigitalisierung dürfe nicht daran scheitern, dass zu wenig Personal verfügbar ist.

„Die Argumente sind auf unserer Seite. Die Beschäftigten haben in den letzten Wochen durch Demos und Streiks gezeigt, wie viele sie sind und dass sie unentbehrlich sind. Da war ordentlich Druck auf dem Kessel und diesen Druck nehmen wir jetzt an den Verhandlungstisch mit“, erklärte der Verhandlungsführer des dbb. 

Hintergrund: Für die Tarifbeschäftigten bei der Dataport gilt seit 2008 ein Haustarifvertrag mit den allgemeinen Arbeitsbedingungen und einer eigenständigen Entgelttabelle. Die Eingruppierungsregelungen sind 2013 neu geschaffen worden. Der TV Dataport hat eine vom allgemeinen Ländertarif losgelöste Entgeltordnung. Seit 2013 gilt zudem ein eigenständiges Tarifrecht für Nachwuchskräfte, Auszubildende und Dualstudierende bei Dataport. 

Datum: 18. März 2026
Autor: Torben

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