Öffentlicher Dienst braucht Fachkräftestrategie

„Wir müssen dem Nachwuchs flächendeckend attraktive Bedingungen bieten können. Dazu gehören unter anderem eine angemessene Bezahlung, eine zeitgemäße technische Ausstattung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine wertschätzende Führungskultur“, sagte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach beim DEMO-Kommunalkongress am 8. November 2022. „Wir müssen außerdem flexibler werden. Junge Menschen haben Lust sich weiterzuentwickeln, neue Bereiche kennenzulernen und möchte vielleicht nicht den Rest ihrer Karriere die gleiche oder eine ähnliche Tätigkeit ausüben. Dafür braucht es Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Fort- und Weiterbildung müssen selbstverständlich sein. Schon für die digitale Transformation sind sie unabdingbar. Daher fordern wir schon lange eine Qualifizierungsoffensive für die Verwaltung.“

Zudem müssten alle Gebietskörperschaften ihre Kooperation bei der Personalgewinnung intensivieren, gerade auf kommunaler Ebene gebe es hier noch viel Potenzial, um die vorhandenen Ressourcen zu bündeln. „Das alleine wird aber nicht reichen“, erklärte der dbb Chef. „Der Staat muss auf potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten bestenfalls schon in den Schulen und Universitäten zugehen und offensiv für sich werben. Er muss auf Berufsmessen ebenso präsent sein wie auf Social-Media-Plattformen.“ In der öffentlichen Wahrnehmung dominierten immer noch Vorstellungen über verstaubte, schwerfällige und streng bürokratische Amtsstuben – die schon lange nicht mehr die Realität widerspiegelten. „Was wir brauchen, ist eine breit angelegte Image- und Infokampagne, bei der mit einer einheitlichen Arbeitgebermarke „Öffentlicher Dienst“ flächendeckend für eine Karriere in staatlichen Institutionen geworben wird. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, welche Aufgabenvielfalt und Ausbildungsmöglichkeiten der öffentliche Dienst zu bieten hat.“

Datum: 8. November 2022
Autor: Torben

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