KI – die Chance, unsere Lehrkräfte zu entlasten

Künstliche Intelligenz ist längst in der schulischen Realität angekommen. Sie schreibt Elternbriefe, strukturiert Unterrichtsmaterial, übersetzt Texte in einfache Sprache, unterstützt bei der Vorbereitung von Gesprächen und kann bei wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben wertvolle Zeit sparen. Dass Nordrhein-Westfalen nun KI-Assistenten für Lehrkräfte und Schulleitungen bereitstellt, ist deshalb ein wichtiges Signal. Aus Sicht des VLWN muss dieses Signal auch in Niedersachsen gehört werden.

Denn eines ist klar: Unsere Lehrkräfte brauchen endlich Entlastung. Und mit KI haben wir erstmals die reale Chance, an vielen Stellen des schulischen Alltags Zeit zurückzugewinnen – Zeit, die dringend für Unterricht, Beratung, Beziehungsarbeit, individuelle Förderung und Schulentwicklung gebraucht wird.

Der VLWN begrüßt daher ausdrücklich, wenn digitale Werkzeuge Lehrkräfte bei Routineaufgaben unterstützen. Gerade an berufsbildenden Schulen ist die Belastung enorm: unterschiedliche Bildungsgänge, heterogene Lerngruppen, Prüfungen, Beratung, Inklusion, Integration, Schulentwicklung, Kooperation mit Betrieben, Verwaltung und immer neue Anforderungen aus Politik und Gesellschaft. Wer in dieser Situation KI pauschal ablehnt, verkennt die Realität in den Schulen.

Aber ebenso deutlich gilt: KI darf niemals als Ersatz für Lehrkräfte verstanden werden.

Pädagogische Verantwortung, schulrechtliche Einordnung, Beratung von Lernenden, Kommunikation mit Eltern und Ausbildungsbetrieben sowie die Gestaltung von Lernprozessen bleiben Aufgaben professionell ausgebildeter Lehrkräfte und Schulleitungen. Eine KI kann unterstützen, vorbereiten, sortieren und formulieren. Sie kann aber keine pädagogische Haltung ersetzen, keine Verantwortung übernehmen und keine Beziehung zu Schülerinnen und Schülern aufbauen.

Der VLWN teilt deshalb die kritische Einordnung des VBE ausdrücklich: KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein – aber nur dann, wenn Datenschutz, Verlässlichkeit, landesweite Verfügbarkeit, Qualifizierung und eine tragfähige technische Infrastruktur konsequent mitgedacht werden. Gerade beim Einsatz von KI im schulischen Kontext darf es keine Grauzonen geben. Lehrkräfte brauchen rechtssichere, datenschutzkonforme und praxistaugliche Lösungen. Sie dürfen nicht gezwungen sein, zwischen pädagogischem Fortschritt und datenschutzrechtlicher Unsicherheit zu wählen.

Niedersachsen hat mit ersten digitalen Entwicklungen bereits Schritte gemacht. Doch nun braucht es mehr Tempo, mehr Verbindlichkeit und vor allem einen klaren Blick auf die berufsbildenden Schulen. Die BBS dürfen bei der digitalen Transformation nicht erneut hinten runterfallen. Wer berufliche Bildung ernst nimmt, muss sie bei KI, Infrastruktur und Fortbildung von Beginn an gleichberechtigt einbeziehen.

Der VLWN fordert die niedersächsische Landespolitik daher auf:

  1. AIS.chat praxistauglich weiterentwickeln.
    Mit AIS.chat ist ein richtiger erster Schritt gemacht. Jetzt muss das Werkzeug so zugänglich werden, dass es im Schulalltag tatsächlich genutzt werden kann – auch an BBS, die nicht primär mit moin.schule oder der NBC arbeiten.
  2. KI plattformoffen integrieren.
    KI darf nicht an einzelnen Portalen hängen. Sie muss in bestehende Lernmanagementsysteme wie Moodle, schulische Plattformen und perspektivisch in ein echtes Single-Sign-on eingebunden werden können.
  3. Lernenden sichere Zugänge ermöglichen.
    KI-Kompetenz entsteht nur durch Anwendung. Schülerinnen und Schüler brauchen altersangemessene, pädagogisch begleitete und datenschutzkonforme Möglichkeiten, selbstständig mit KI zu arbeiten.
  4. Echte Entlastung schaffen.
    KI muss Lehrkräfte und Schulleitungen bei Verwaltung, Kommunikation, Unterrichtsvorbereitung, Materialaufbereitung und Routineaufgaben spürbar entlasten – statt neue Klickwege und zusätzliche Arbeit zu erzeugen.
  5. Berufsbildende Schulen mitdenken.
    Die BBS haben eigene Anforderungen: Lernfelder, Ausbildungsordnungen, Prüfungen, Kammerbezug, betriebliche Praxis und heterogene Lerngruppen. KI-Lösungen müssen diese Realität abbilden.
  6. Fortbildung und Zeit bereitstellen.
    Verantwortungsvoller KI-Einsatz braucht Qualifizierung, schulinterne Entwicklungszeit und klare Leitlinien. KI darf nicht einfach als zusätzliche Aufgabe „oben drauf“ kommen.
  7. Datenschutz und Verantwortung klären.
    Lehrkräfte brauchen eindeutige Regeln: Welche Daten dürfen genutzt werden? Welche Anwendungen sind zugelassen? Wer trägt Verantwortung? Fortschritt braucht Rechtssicherheit.
  8. KI nicht als Personalersatz missverstehen.
    KI kann unterstützen, aber keine Lehrkräfte ersetzen. Niedersachsen braucht weiterhin mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, multiprofessionelle Teams und weniger Bürokratie.

Der VLWN sieht in KI eine große Chance für die berufliche Bildung. Richtig eingesetzt kann sie Lehrkräfte entlasten, Unterricht vorbereiten, Kommunikation erleichtern, individuelle Förderung unterstützen und Schulentwicklung beschleunigen. Falsch eingesetzt wird sie jedoch zum nächsten digitalen Versprechen, das in der Praxis an fehlender Infrastruktur, mangelnder Qualifizierung, rechtlicher Unsicherheit und zusätzlicher Bürokratie scheitert.

Deshalb braucht Niedersachsen jetzt eine KI-Strategie, die aus der Schulpraxis heraus gedacht wird. Nicht als Showprojekt. Nicht als Ersatzprogramm für fehlendes Personal. Sondern als ernst gemeinter Beitrag zur Entlastung der Kolleginnen und Kollegen.

Unsere Lehrkräfte brauchen keine weiteren Sonntagsreden über Digitalisierung. Sie brauchen Werkzeuge, die funktionieren. Sie brauchen Zeit, Schutz, Fortbildung und klare Rahmenbedingungen. Und sie brauchen eine Politik, die begreift: KI kann helfen – aber gute Schule bleibt menschlich.

Wenn KI dazu beiträgt, Lehrkräften den Rücken freizuhalten, damit sie wieder mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Arbeit haben, dann ist das kein Risiko, sondern eine enorme Chance. Diese Chance sollte Niedersachsen jetzt entschlossen nutzen. 

Foto von Pavel Danilyuk von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-technologie-blume-festhalten-8438983/

Datum: 9. Juli 2026
Autor: Pascal

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Künstliche Intelligenz ist längst in der schulischen Realität angekommen. Sie schreibt Elternbriefe, strukturiert Unterrichtsmaterial, übersetzt Texte in einfache Sprache, unterstützt bei der Vorbereitung von Gesprächen und kann bei wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben wertvolle Zeit sparen. Dass Nordrhein-Westfalen nun KI-Assistenten für Lehrkräfte und Schulleitungen bereitstellt, ist deshalb ein wichtiges Signal. Aus Sicht des VLWN muss dieses Signal auch in Niedersachsen gehört werden.

Denn eines ist klar: Unsere Lehrkräfte brauchen endlich Entlastung. Und mit KI haben wir erstmals die reale Chance, an vielen Stellen des schulischen Alltags Zeit zurückzugewinnen – Zeit, die dringend für Unterricht, Beratung, Beziehungsarbeit, individuelle Förderung und Schulentwicklung gebraucht wird.

Der VLWN begrüßt daher ausdrücklich, wenn digitale Werkzeuge Lehrkräfte bei Routineaufgaben unterstützen. Gerade an berufsbildenden Schulen ist die Belastung enorm: unterschiedliche Bildungsgänge, heterogene Lerngruppen, Prüfungen, Beratung, Inklusion, Integration, Schulentwicklung, Kooperation mit Betrieben, Verwaltung und immer neue Anforderungen aus Politik und Gesellschaft. Wer in dieser Situation KI pauschal ablehnt, verkennt die Realität in den Schulen.

Aber ebenso deutlich gilt: KI darf niemals als Ersatz für Lehrkräfte verstanden werden.

Pädagogische Verantwortung, schulrechtliche Einordnung, Beratung von Lernenden, Kommunikation mit Eltern und Ausbildungsbetrieben sowie die Gestaltung von Lernprozessen bleiben Aufgaben professionell ausgebildeter Lehrkräfte und Schulleitungen. Eine KI kann unterstützen, vorbereiten, sortieren und formulieren. Sie kann aber keine pädagogische Haltung ersetzen, keine Verantwortung übernehmen und keine Beziehung zu Schülerinnen und Schülern aufbauen.

Der VLWN teilt deshalb die kritische Einordnung des VBE ausdrücklich: KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein – aber nur dann, wenn Datenschutz, Verlässlichkeit, landesweite Verfügbarkeit, Qualifizierung und eine tragfähige technische Infrastruktur konsequent mitgedacht werden. Gerade beim Einsatz von KI im schulischen Kontext darf es keine Grauzonen geben. Lehrkräfte brauchen rechtssichere, datenschutzkonforme und praxistaugliche Lösungen. Sie dürfen nicht gezwungen sein, zwischen pädagogischem Fortschritt und datenschutzrechtlicher Unsicherheit zu wählen.

Niedersachsen hat mit ersten digitalen Entwicklungen bereits Schritte gemacht. Doch nun braucht es mehr Tempo, mehr Verbindlichkeit und vor allem einen klaren Blick auf die berufsbildenden Schulen. Die BBS dürfen bei der digitalen Transformation nicht erneut hinten runterfallen. Wer berufliche Bildung ernst nimmt, muss sie bei KI, Infrastruktur und Fortbildung von Beginn an gleichberechtigt einbeziehen.

Der VLWN fordert die niedersächsische Landespolitik daher auf:

  1. AIS.chat praxistauglich weiterentwickeln.
    Mit AIS.chat ist ein richtiger erster Schritt gemacht. Jetzt muss das Werkzeug so zugänglich werden, dass es im Schulalltag tatsächlich genutzt werden kann – auch an BBS, die nicht primär mit moin.schule oder der NBC arbeiten.
  2. KI plattformoffen integrieren.
    KI darf nicht an einzelnen Portalen hängen. Sie muss in bestehende Lernmanagementsysteme wie Moodle, schulische Plattformen und perspektivisch in ein echtes Single-Sign-on eingebunden werden können.
  3. Lernenden sichere Zugänge ermöglichen.
    KI-Kompetenz entsteht nur durch Anwendung. Schülerinnen und Schüler brauchen altersangemessene, pädagogisch begleitete und datenschutzkonforme Möglichkeiten, selbstständig mit KI zu arbeiten.
  4. Echte Entlastung schaffen.
    KI muss Lehrkräfte und Schulleitungen bei Verwaltung, Kommunikation, Unterrichtsvorbereitung, Materialaufbereitung und Routineaufgaben spürbar entlasten – statt neue Klickwege und zusätzliche Arbeit zu erzeugen.
  5. Berufsbildende Schulen mitdenken.
    Die BBS haben eigene Anforderungen: Lernfelder, Ausbildungsordnungen, Prüfungen, Kammerbezug, betriebliche Praxis und heterogene Lerngruppen. KI-Lösungen müssen diese Realität abbilden.
  6. Fortbildung und Zeit bereitstellen.
    Verantwortungsvoller KI-Einsatz braucht Qualifizierung, schulinterne Entwicklungszeit und klare Leitlinien. KI darf nicht einfach als zusätzliche Aufgabe „oben drauf“ kommen.
  7. Datenschutz und Verantwortung klären.
    Lehrkräfte brauchen eindeutige Regeln: Welche Daten dürfen genutzt werden? Welche Anwendungen sind zugelassen? Wer trägt Verantwortung? Fortschritt braucht Rechtssicherheit.
  8. KI nicht als Personalersatz missverstehen.
    KI kann unterstützen, aber keine Lehrkräfte ersetzen. Niedersachsen braucht weiterhin mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, multiprofessionelle Teams und weniger Bürokratie.

Der VLWN sieht in KI eine große Chance für die berufliche Bildung. Richtig eingesetzt kann sie Lehrkräfte entlasten, Unterricht vorbereiten, Kommunikation erleichtern, individuelle Förderung unterstützen und Schulentwicklung beschleunigen. Falsch eingesetzt wird sie jedoch zum nächsten digitalen Versprechen, das in der Praxis an fehlender Infrastruktur, mangelnder Qualifizierung, rechtlicher Unsicherheit und zusätzlicher Bürokratie scheitert.

Deshalb braucht Niedersachsen jetzt eine KI-Strategie, die aus der Schulpraxis heraus gedacht wird. Nicht als Showprojekt. Nicht als Ersatzprogramm für fehlendes Personal. Sondern als ernst gemeinter Beitrag zur Entlastung der Kolleginnen und Kollegen.

Unsere Lehrkräfte brauchen keine weiteren Sonntagsreden über Digitalisierung. Sie brauchen Werkzeuge, die funktionieren. Sie brauchen Zeit, Schutz, Fortbildung und klare Rahmenbedingungen. Und sie brauchen eine Politik, die begreift: KI kann helfen – aber gute Schule bleibt menschlich.

Wenn KI dazu beiträgt, Lehrkräften den Rücken freizuhalten, damit sie wieder mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Arbeit haben, dann ist das kein Risiko, sondern eine enorme Chance. Diese Chance sollte Niedersachsen jetzt entschlossen nutzen. 

Foto von Pavel Danilyuk von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-technologie-blume-festhalten-8438983/

Datum: 9. Juli 2026
Autor: Pascal

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Künstliche Intelligenz ist längst in der schulischen Realität angekommen. Sie schreibt Elternbriefe, strukturiert Unterrichtsmaterial, übersetzt Texte in einfache Sprache, unterstützt bei der Vorbereitung von Gesprächen und kann bei wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben wertvolle Zeit sparen. Dass Nordrhein-Westfalen nun KI-Assistenten für Lehrkräfte und Schulleitungen bereitstellt, ist deshalb ein wichtiges Signal. Aus Sicht des VLWN muss dieses Signal auch in Niedersachsen gehört werden.

Denn eines ist klar: Unsere Lehrkräfte brauchen endlich Entlastung. Und mit KI haben wir erstmals die reale Chance, an vielen Stellen des schulischen Alltags Zeit zurückzugewinnen – Zeit, die dringend für Unterricht, Beratung, Beziehungsarbeit, individuelle Förderung und Schulentwicklung gebraucht wird.

Der VLWN begrüßt daher ausdrücklich, wenn digitale Werkzeuge Lehrkräfte bei Routineaufgaben unterstützen. Gerade an berufsbildenden Schulen ist die Belastung enorm: unterschiedliche Bildungsgänge, heterogene Lerngruppen, Prüfungen, Beratung, Inklusion, Integration, Schulentwicklung, Kooperation mit Betrieben, Verwaltung und immer neue Anforderungen aus Politik und Gesellschaft. Wer in dieser Situation KI pauschal ablehnt, verkennt die Realität in den Schulen.

Aber ebenso deutlich gilt: KI darf niemals als Ersatz für Lehrkräfte verstanden werden.

Pädagogische Verantwortung, schulrechtliche Einordnung, Beratung von Lernenden, Kommunikation mit Eltern und Ausbildungsbetrieben sowie die Gestaltung von Lernprozessen bleiben Aufgaben professionell ausgebildeter Lehrkräfte und Schulleitungen. Eine KI kann unterstützen, vorbereiten, sortieren und formulieren. Sie kann aber keine pädagogische Haltung ersetzen, keine Verantwortung übernehmen und keine Beziehung zu Schülerinnen und Schülern aufbauen.

Der VLWN teilt deshalb die kritische Einordnung des VBE ausdrücklich: KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein – aber nur dann, wenn Datenschutz, Verlässlichkeit, landesweite Verfügbarkeit, Qualifizierung und eine tragfähige technische Infrastruktur konsequent mitgedacht werden. Gerade beim Einsatz von KI im schulischen Kontext darf es keine Grauzonen geben. Lehrkräfte brauchen rechtssichere, datenschutzkonforme und praxistaugliche Lösungen. Sie dürfen nicht gezwungen sein, zwischen pädagogischem Fortschritt und datenschutzrechtlicher Unsicherheit zu wählen.

Niedersachsen hat mit ersten digitalen Entwicklungen bereits Schritte gemacht. Doch nun braucht es mehr Tempo, mehr Verbindlichkeit und vor allem einen klaren Blick auf die berufsbildenden Schulen. Die BBS dürfen bei der digitalen Transformation nicht erneut hinten runterfallen. Wer berufliche Bildung ernst nimmt, muss sie bei KI, Infrastruktur und Fortbildung von Beginn an gleichberechtigt einbeziehen.

Der VLWN fordert die niedersächsische Landespolitik daher auf:

  1. AIS.chat praxistauglich weiterentwickeln.
    Mit AIS.chat ist ein richtiger erster Schritt gemacht. Jetzt muss das Werkzeug so zugänglich werden, dass es im Schulalltag tatsächlich genutzt werden kann – auch an BBS, die nicht primär mit moin.schule oder der NBC arbeiten.
  2. KI plattformoffen integrieren.
    KI darf nicht an einzelnen Portalen hängen. Sie muss in bestehende Lernmanagementsysteme wie Moodle, schulische Plattformen und perspektivisch in ein echtes Single-Sign-on eingebunden werden können.
  3. Lernenden sichere Zugänge ermöglichen.
    KI-Kompetenz entsteht nur durch Anwendung. Schülerinnen und Schüler brauchen altersangemessene, pädagogisch begleitete und datenschutzkonforme Möglichkeiten, selbstständig mit KI zu arbeiten.
  4. Echte Entlastung schaffen.
    KI muss Lehrkräfte und Schulleitungen bei Verwaltung, Kommunikation, Unterrichtsvorbereitung, Materialaufbereitung und Routineaufgaben spürbar entlasten – statt neue Klickwege und zusätzliche Arbeit zu erzeugen.
  5. Berufsbildende Schulen mitdenken.
    Die BBS haben eigene Anforderungen: Lernfelder, Ausbildungsordnungen, Prüfungen, Kammerbezug, betriebliche Praxis und heterogene Lerngruppen. KI-Lösungen müssen diese Realität abbilden.
  6. Fortbildung und Zeit bereitstellen.
    Verantwortungsvoller KI-Einsatz braucht Qualifizierung, schulinterne Entwicklungszeit und klare Leitlinien. KI darf nicht einfach als zusätzliche Aufgabe „oben drauf“ kommen.
  7. Datenschutz und Verantwortung klären.
    Lehrkräfte brauchen eindeutige Regeln: Welche Daten dürfen genutzt werden? Welche Anwendungen sind zugelassen? Wer trägt Verantwortung? Fortschritt braucht Rechtssicherheit.
  8. KI nicht als Personalersatz missverstehen.
    KI kann unterstützen, aber keine Lehrkräfte ersetzen. Niedersachsen braucht weiterhin mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, multiprofessionelle Teams und weniger Bürokratie.

Der VLWN sieht in KI eine große Chance für die berufliche Bildung. Richtig eingesetzt kann sie Lehrkräfte entlasten, Unterricht vorbereiten, Kommunikation erleichtern, individuelle Förderung unterstützen und Schulentwicklung beschleunigen. Falsch eingesetzt wird sie jedoch zum nächsten digitalen Versprechen, das in der Praxis an fehlender Infrastruktur, mangelnder Qualifizierung, rechtlicher Unsicherheit und zusätzlicher Bürokratie scheitert.

Deshalb braucht Niedersachsen jetzt eine KI-Strategie, die aus der Schulpraxis heraus gedacht wird. Nicht als Showprojekt. Nicht als Ersatzprogramm für fehlendes Personal. Sondern als ernst gemeinter Beitrag zur Entlastung der Kolleginnen und Kollegen.

Unsere Lehrkräfte brauchen keine weiteren Sonntagsreden über Digitalisierung. Sie brauchen Werkzeuge, die funktionieren. Sie brauchen Zeit, Schutz, Fortbildung und klare Rahmenbedingungen. Und sie brauchen eine Politik, die begreift: KI kann helfen – aber gute Schule bleibt menschlich.

Wenn KI dazu beiträgt, Lehrkräften den Rücken freizuhalten, damit sie wieder mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Arbeit haben, dann ist das kein Risiko, sondern eine enorme Chance. Diese Chance sollte Niedersachsen jetzt entschlossen nutzen. 

Foto von Pavel Danilyuk von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-technologie-blume-festhalten-8438983/

Datum: 9. Juli 2026
Autor: Pascal

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