Der öffentliche Dienst hält zusammen

„Wir zeigen heute deutlich: Der öffentliche Dienst hält zusammen. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, die Argumente der Politik sind längst abgewetzt“, betonte Kai Tellkamp, Landesbundvorsitzender des dbb schleswig-holstein, am 6. Januar 2026 auf der Kundgebung in Kiel. Zuvor hatten die Beschäftigten eine Menschenkette zwischen dem Finanzministerium und Staatskanzlei gebildet. „Ob in unseren Landesbehörden, in unseren Schulen, im Straßenbetriebsdienst oder bei der Polizei: Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes halten das Land am Laufen – auch bei Eis und Schnee. Da ist es doch nicht zu viel verlangt, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder auch mal Einsatz zeigt, und endlich ein angemessenes Angebot vorlegt“, so Tellkamp. Die Beschäftigten fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. 

Daniel Schlichting, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft schleswig-holstein, machte auf den eklatanten Arbeitskräftemangel im öffentlichen Dienst aufmerksam: „Die Politik muss mehr Menschen für die Arbeit im öffentlichen Dienst zu begeistern. Das schafft sie nur mit Einkommen und Arbeitsbedingungen, die es mit der privaten Wirtschaft aufnehmen können. Sie schafft es nicht, indem sie den öffentlichen Dienst und seine Beschäftigten schlechtredet.“ Wer Beamten-Bashing betreibe, dürfe sich nicht wundern, wenn die Stellen unbesetzt bleiben. Allein demografisch bedingt werde in den nächsten zehn Jahren ein Viertel der Beschäftigten altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden. „Die Politik darf diesen Arbeitskräfteverlust nicht künstliche befeuern“, stellte Schlichting klar.

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