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Ein handlungsfähiger Staat braucht europäische digitale Souveränität

„Für den öffentlichen Dienst ist digitale Souveränität längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern eine Grundvoraussetzung staatlicher Handlungsfähigkeit“, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer im Vorfeld des 37. Europäischen Abends am 19. Mai 2026. „Ohne europäische Datenhoheit können wir kritische Infrastrukturen nicht schützen. Ohne europäische Cloud-Lösungen bleiben Verwaltungen abhängig von außereuropäischen Anbietern. Ohne europäische Plattformen verlieren wir die Kontrolle über Standards, Schnittstellen und digitale Wertschöpfung. Und ohne eine robuste digitale Infrastruktur können wir weder moderne Dienstleistungen anbieten noch die Sicherheit unserer Daten gewährleisten.“

Geyer erklärte weiter: „Wir brauchen verlässliche europäische Standards, gemeinwohlorientierte Datenräume, sichere Verwaltungsclouds, digitale Kompetenzen in allen Behörden und eine europäische Infrastruktur, die nicht von geopolitischen Stürmen abhängig ist. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind bereit, diesen Weg zu gehen. Aber er braucht politische Priorität, Planungssicherheit und Investitionen – auf nationaler und europäischer Ebene. Wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, dann kann Europa souverän, innovativ und demokratisch zugleich sein.“

  • 37. Europäischer Abend
  • 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr
  • dbb forum Berlin, Friedrichstraße 169, 10117 Berlin

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Datum: 19. Mai 2026
Autor: Torben

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