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Geyer: „Angst ist ein schlechter Ratgeber – Solidarität bewegt viel“

Im Fokus stehen für den dbb-Chef besonders die Umsetzung höchstrichterlicher Urteile, die Modernisierung des Dienstrechts sowie eine effektive, bürgerfreundliche Verwaltungsdigitalisierung. „Gerade beim Bund müssen offene Baustellen wie die Übertragung des Tarifergebnisses vom April auf die Bundesbeamtinnen und -beamten, die Rückführung ihrer Wochenarbeitszeit sowie die Umsetzung der Urteile zur amtsangemessenen Alimentation zügig abgearbeitet werden“, so Geyer. Es sei schwer erträglich, wenn sich Beschäftigte an Recht und Gesetz hielten, der Dienstherr aber die Umsetzung von höchstrichterlichen Urteilen verschleppe. 

Mit Blick auf die Verwaltungsmodernisierung fordert Geyer, dass sie „aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger“ gedacht werden müsse. Dazu gehören sowohl vollständig digitale Prozesse als auch weiterhin analoge Zugänge zur Verwaltung. „Beides bedingt einander. Je besser die digitalen Angebote funktionieren, desto mehr Kapazitäten bleiben für persönliche Beratung bei komplexen Anliegen“, erklärt der dbb-Chef. Zudem müssen die Behörden untereinander besser vernetzt werden. „Es ist für die Menschen nicht nachvollziehbar, dass sie immer wieder dieselben Daten angeben müssen.“

Zur anstehenden Einkommensrunde mit den Ländern kündigt der dbb-Chef ab September Regionalkonferenzen mit der Basis zur Vorbereitung der Verhandlungen an. Die Forderungen sollen am 17. November beschlossen werden, die Verhandlungen starten am 3. Dezember. Zwar sei jetzt noch nicht die Zeit für Streikaufrufe. Arbeitskämpfe seien aber möglich, sollte es zu keiner Einigung kommen. „Jede Einkommensrunde war hart – das wird auch diesmal nicht anders.“ Trotz aller Herausforderungen gehe er mit Zuversicht in die Zukunft, erklärt Geyer: „Angst ist ein schlechter Ratgeber – Solidarität bewegt viel. Der dbb wird mit Mut und Geschlossenheit für einen starken öffentlichen Dienst kämpfen.“

Das komplette Interview im aktuellen dbb magazin Juli/August.

Datum: 29. Juli 2025
Autor: Torben

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