Betreuung von Geflüchteten: Schulen brauchen mehr Unterstützung

„Wir stehen in Deutschland und Europa in der Verantwortung, die Geflüchteten willkommen zu heißen und ihnen Schutz zu bieten. Viele von ihnen sind noch nicht volljährig und besuchten bis vor kurzem die Schule oder gingen in die Kita. Viele sind traumatisiert. Wir müssen ihnen daher möglichst schnell den Zugang zu Bildung und professioneller Betreuung ermöglichen. Dabei spielen unsere Schulen eine zentrale Rolle“, sagte der dbb Bundesvorsitzende am 1. April 2022 beim Gewerkschaftstag des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR). Doch bereits die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie sehr das Bildungssystem auf Kante genäht ist. „Unsere Lehrerinnen und Lehrer werden auch diese Herausforderung mit Herzblut und Engagement angehen. Ohne zusätzliche Unterstützung werden unsere Schulen das aber kaum schaffen.“

Der Lehrermangel, die verschleppte Digitalisierung, die jahrzehntelange Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen: All das räche sich nun zum wiederholten Male. Silberbach: „Die Leidtragenden sind dabei wie so oft die Schülerinnen und Schüler, aber eben auch die Lehrkräfte. Gute Bildung ist jedoch nicht nur entscheidend für die Zukunft jeder und jedes Einzelnen, sondern auch für die Zukunft des ganzen Landes. Gute Bildung braucht außerdem starke Realschulen, die mit einer ausgewogenen Balance von Theorie und Praxis und dem starken Fokus auf der Berufsorientierung das notwendige Fundament für den weiteren beruflichen Erfolg der Jugendlichen schaffen.“

Der dbb Chef gratulierte seinem Stellvertreter Jürgen Böhm zur Wiederwahl als Bundesvorsitzender des VDR: „Dir und dem gesamten Vorstand wünsche ich alles Gute, viel Kraft und Erfolg beim Einsatz für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen! Der dbb steht auch künftig als verlässlicher Partner an Eurer Seite und wird den VDR nach besten Kräften unterstützen, Eure berechtigten gewerkschaftspolitischen Forderungen durchzusetzen.“

Datum: 1. April 2022
Autor: Torben

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